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Krieg der Welten
ISBN/GTIN

Krieg der Welten

Wie wäre es mit Frieden?
BuchKartoniert, Paperback
Verkaufsrang30488inPhilosophie
CHF11.90

Beschreibung

"Also gut, wir befinden uns im Krieg. Doch dann lassen sich endlich drei Fragen formulieren: Welches sind die Kriegsparteien? Was sind ihre Kriegsziele? Und schließlich die wichtigste Frage: Wie steht es mit Frieden? Mein Argument lautet also nicht, dass wir erleben, wie ein bestehender Frieden unbilligerweise zerschlagen wurde, noch dass wir mit einem 'Krieg der Kulturen' konfrontiert sind. Sondern dass wir zunächst anerkennen müssen, dass ein Krieg der Welten die ganze Zeit hindurch schon stattgefunden hat, das ganze sogenannte moderne Zeitalter hindurch - in dieser modernen Parenthese. Noch beweist nichts, dass wir auf der falschen Seite stehen oder dieser Krieg nicht zu gewinnen ist. Sicher ist nur, dass er offen und nicht verdeckt geführt werden muss. Am schlimmsten wäre, wenn man so täte, als gäbe es überhaupt keinen Krieg, nur die friedliche Ausdehnung der natürlichen Vernunft des Westens, die ihre Polizeikräfte einsetzt, um die vielen Reiche des Bösen zu bekämpfen, einzudämmen und zu bekehren." (Bruno Latour)
Weitere Beschreibungen

Details

ISBN/GTIN978-3-88396-196-5
ProduktartBuch
EinbandKartoniert, Paperback
ErscheinungsortLeipzig,
Erscheinungsdatum15.02.2004
Auflage1. Auflage
Reihen-Nr.262
Seiten64 Seiten
SpracheDeutsch
Artikel-Nr.2790314
KatalogAVA
Datenquelle-Nr.10169359
WarengruppePhilosophie
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Reihe

Über den/die AutorIn

Bruno Latour wurde 1947 im der burgundischen Kleinstadt Beaune als Sohn einer Winzerfamilie geboren. Nach einem Studium der Philosophie und Anthropologie promovierte er 1975 an der Universität Tours. 1979 veröffentlichte Latour zusammen mit dem britischen Soziologen Steve Woolgar Laboratory Life, das Ergebnis seiner Feldstudien im Labor des späteren Nobelpreisträgers Roger Guillemin. Dabei konnte Latour aufzeigen, welche Rollen rhetorische Strategien und technische Artefakte bei der "Konstruktion wissenschaftlicher Tatsachen" spielen. Mit dem 1987 erschienenen Science in Action weitete Bruno Latour diese zunächst sozialkonstruktivistische Argumentation auf das Gebiet der Technik aus. Er entwickelte zusammen mit anderen Soziologen, vor allem Michel Callon und John Law, die Akteur-Netzwerk-Theorie, die über den Sozialkonstruktivismus hinausgeht. Anders als dieser geht die Akteur-Netzwerk-Theorie nicht davon aus, dass Technik und Wirklichkeit sozial konstruiert sind. Vielmehr wird davon ausgegangen, dass Technik/Natur und das Soziale sich in einem Netzwerk wechselseitig Eigenschaften und Handlungspotentiale zuschreiben. Latour entwickelte später auf Basis dieser Überlegungen mit "Wir sind nie modern gewesen" und "Das Parlament der Dinge" eine Kritik der "modernen" Gesellschaft. 1987 erfolgte die Habilitation an der Ecole des Hautes Etudes en Sciences Sociales. In den Science Wars der 90er Jahre wurde Latour unter anderem von Alan Sokal heftig kritisiert. In "Die Hoffnung der Pandora" setzte sich Latour mit dieser Kritik auseinander. 1982 wurde er Professor für Soziologie an der Ecole Nationale Supérieure des Mines in Paris. Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit im engeren Sinne kuratierte er zusammen mit Peter Weibel die Ausstellungen Iconoclash (2002) und Making Things Public (2005) am Karlsruher Zentrum für Kunst und Medientechnologie. 2008 wurde Bruno Latour mit dem "Siegfried Unseld Preis" ausgezeichnet im Jahr 2013 erhielt er den "Holberg Prize".